Dr. Gerd Müller Dr. Gerd Müller

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Nein zu Kindersoldaten!

12.02.2021
Seit mehr als 15 Jahren findet am heutigen 12. Februar der „Red Hand Day“ statt. Ein Aktionstag, an dem weltweit gegen den Einsatz von Kindern als Soldaten protestiert wird. In mehr als 50 Ländern wurden bereits im Rahmen der Kampagne mehr als 450.000 rote Handabdrücke gesammelt. Jeder rote Handabdruck symbolisiert ein „Nein“ zum Einsatz und zur Rekrutierung von Kindern als Soldaten.
Gerd Müller sagte hierzu:
„Kindersoldaten sind Opfer, keine Täter. Sie brauchen einen Ausweg, Schutz, Schulen und keine Gewehre! Bis zu 250.000 Kinder werden nach Schätzungen der UN von bewaffneten Gruppen als Kindersoldaten zu Gewalttaten gezwungen. Viele von ihnen werden auch sexuell missbraucht. Diese Kinder leiden unter der verbrecherischsten Form von Kinderarbeit. Die Corona-Krise verschärft die Lage: Die UNESCO schätzt, dass 24 Millionen Kinder durch die Folgen der Pandemie nicht in Schulen zurückkehren und arbeiten müssen oder in Konflikten ausgebeutet werden.
Besonders schlimm ist die Lage etwa in Nigeria, wo Kinder von Boko Haram-Terroristen zwangsrekrutiert werden. Wir müssen den Kindern die Bildung und eine Chance auf ein normales Leben zurückgeben. Und wir müssen Hunger, Armut und damit Ursachen von Gewalt und Vertreibung verringern. Denn viele Kinder werden auch aus purer Not und Elend rekrutiert. Ich habe in Nordnigeria mit Boko-Haram-Aussteigern gesprochen. Ihnen wurde ein Dollar Sold pro Tag, Essen und ein Gewehr versprochen. Hätten Sie einen Job gehabt, hätten sie nicht mitgemacht.“
Beitragsbild: Ute Grabowsky/photothek.net
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