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Corona-Ausbruch im Rohingya-Camp

18.05.2020

Gerd Müller ist besorgt über den Ausbruch des Corona-Virus im Rohingya-Camp von Cox´s Bazar in Bangladesch und sieht schnellen Handlungsbedarf:

 

„Wir werden unsere bereits im Februar angekündigte Zusage von 15 Millionen in einem nächsten Schritt auf 25 Millionen Euro für 2020 erhöhen. Wir müssen jetzt gezielt unsere Partner vor Ort ausrüsten und alles tun, um eine weitere Ausbreitung des Virus in den Camps zu verhindern. Vor allem geht es darum, gemeinsam mit UNICEF die Lage der mehr als 400.000 Kinder zu erleichtern.

 

Die Enge und Hygienebedingungen der 850.000 Menschen in den Flüchtlingslagern sind erschütternd. Ein Corona-Ausbruch hat hier verheerende Folgen. Isolation, Abstand und Händewaschen sind nicht im erforderlichen Maße möglich.

Bereits jetzt arbeiten wir an einer langfristigen Verbesserung der sanitären Lage durch ein Kanalsystem und dezentrale Kläranlagen, den Aufbau von Gesundheitsstrukturen und die Ernährungssicherung der Flüchtlinge. Mit dem Ausbruch des Virus müssen diese Maßnahmen jetzt verstärkt und dringend beschleunigt werden. Wir brauchen Seife und andere Hygieneartikel, Toiletten und Einrichtungen zum Händewaschen. Momentan schwimmen die Abwässer quer durch die Lager.“

 

Im Flüchtlingslager von Cox´s Bazar leben rund eine Million Rohingya, die vor allem aus Myanmar geflohen sind. Sie leben im Flüchtlingslager unter katastrophalen Bedingungen.

Beitragsbild © Ute Grabowsky/photothek.net

 

© 2020 Dr. Gerd Müller