BMZ: Vor dem Digital-Gipfel: Minister Müller vereinbart Kooperationen mit DHL und Westerwelle Foundation

BMZ-Innovationsforum in der Malzfabrik Berlin © Thomas Trutschel/ Photothek

Die Notfallversorgung kommt auf dem Luftweg selbst in abgelegene Gebiete: Das BMZ und das Logistikunternehmen DHL bauen kurz vor dem Digital-Gipfel der Bundesregierung am 3./4.12. ihre Kooperation aus und setzen die Notfallversorgung per Drohne für medizinische Einrichtungen für bis zu 400.000 Menschen in Ostafrika fort. Das vereinbarten Bundesminister Gerd Müller und Dr. Thomas Ogilvie, Vorstandsmitglied Deutsche Post DHL, am Rande des ersten BMZ-Innovationsforums in Berlin.

Beide unterzeichneten eine Absichtserklärung zur Ausweitung des Pilotprojekts „Deliver Future“. Ziel ist es zu testen, unter welchen Bedingungen der „DHL Paketkopter“ auch im Regelbetrieb für die medizinische Versorgung eingesetzt werden kann. Gemeinsam wollen BMZ und DHL zusätzlich Beschäftigungsperspektiven vor Ort schaffen, z.B. im Bereich Wartung und Instandsetzung der Drohnen, und planen lokale Trainings- und Schulungsmaßnahmen.

Entwicklungsminister Dr. Gerd Müller: „Die Digitalisierung hat längst auch in der Entwicklungszusammenarbeit Einzug gehalten. Entwicklungszusammenarbeit 2.0 muss den technologischen Fortschritt nutzen – gerade auch im Bildungs- und Ausbildungsbereich. 80 Prozent der Afrikaner besitzen ein Handy – und Smartphone, Internet und digitale Verwaltung können dazu führen, dass Afrika mit vielen neuen Jobs in die Moderne zieht und dabei Zwischenschritte überspringt. Jetzt schon kann man in Afrika bargeldlos auch ohne Konto per Handy bezahlen.

Eine weitere Kooperation vereinbarte Minister Müller mit der Westerwelle Foundation: Gemeinsam werden beide digitale Start-ups in Afrika fördern, so die Vereinbarung anlässlich des Beitritts der Westerwelle Foundation zur Make-IT Allianz des BMZ. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit nutzt künftig das “Westerwelle Start-up Haus Kigali powered by Evonik Stiftung” für die Tech-Entrepreneurship-Förderung und als Teil des Digitalzentrums Ruanda des BMZ.