Reformland Ghana – Neue Chancen für deutsche Wirtschaft

Accra – Zum Abschluss seiner Reise in sieben afrikanische Länder besuchte Bundesentwicklungsminister Gerd Müller gestern Ghana – ein Land mit großer Reformdynamik und einem starken Wirtschaftswachstum. Gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach Minister Müller mit Präsident Akufo-Addo und Wirtschaftsvertretern zum Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen und der vom Entwicklungsministerium initiierten Reformpartnerschaft mit Ghana.

Minister Müller: “Ghana ist seit vielen Jahren ein Anker für Demokratie und Stabilität in Afrika. Präsident Akufo-Ado sorgt mit seiner Vision ,Ghana beyond aid’ für neue Dynamik und legt ein beeindruckendes Reformtempo vor. Das sind auch neue Chancen für Investitionen und Handel. Die deutschen Investitionen in Afrika haben bereits um zehn Prozent zugelegt. Bislang sind in Ghana aber nur etwa achtzig der rund 1.000 in Afrika tätigen Unternehmen aktiv. Die deutsche Wirtschaft muss die Chancen in Ghana viel stärker wahrnehmen. Das Handelsvolumen beträgt ca. 500 Millionen Euro. Das ist nur ein Zehntel des Handels mit Ländern wie Kroatien oder Kasachstan. Um die Investitionsbedingungen für deutsche Unternehmen zu verbessern, hat der Wirtschaftsminister erst vor wenigen Monaten den Eigenbeitrag der Unternehmen für Investitionen mit Hermesabsicherung von zehn auf fünf Prozent gesenkt. Das gilt auch für Ghana. Gerade der deutsche Mittelstand muss diese Chancen jetzt nutzen.”

Gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel nimmt Minister Müller an einem Austausch mit ghanaischen und deutschen Wirtschaftsvertretern teil. Um die Rahmenbedingungen für private Investitionen zu verbessern, hat das Entwicklungsministerium im letzten Jahr eine Reformpartnerschaft mit Ghana geschlossen. Tunesien und die Elfenbeinküste sind weitere Reformpartnerländer. Minister Müller: “Wir unterstützen mit der Reformpartnerschaft bessere Rahmenbedingungen für Investitionen. Gleichzeitig fordern wir weitere Anstrengungen bei der Bekämpfung der Korruption. Fördern und Fordern – das ist der Kern unseres Marshallplans mit Afrika.”