BMZ: Weltflüchtlingstag: Weltweite Flüchtlingskrise längst nicht überwunden

Zum internationalen Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen am 20. Juni erklärt Entwicklungsminister Dr. Gerd Müller:

„Flucht und Migration bleiben die große Herausforderung der Zukunft. Die weltweite Flüchtlingssituation ist nach wie vor dramatisch: Jeden Tag kommen über 40.000 Flüchtlinge hinzu. 68 Millionen Menschen sind insgesamt auf der Flucht – fast doppelt so viele wie noch vor zehn Jahren. Fast 90 Prozent von ihnen finden Aufnahme in Entwicklungsländern. Kriege, Hunger und Perspektivlosigkeit, gerade für die junge Generation, sind die Auslöser: Die Situation im Umfeld der Kriege in Syrien und im Jemen bleibt katastrophal. In Bangladesch ist mit rund einer Million Rohingya innerhalb weniger Monate eines der größten Flüchtlingslager der Welt entstanden. Und die Zahl der Flüchtlinge im Mittelmeerraum steigt wieder an, wie uns die dramatischen Bilder zur MS Aquarius deutlich vor Augen führen.”

Entwicklungsminister Gerd Müller weiter: „Im Irak konnten mit unserer Unterstützung bereits 270.000 Binnenvertriebene in ihre Heimatorte zurückkehren. Auch eine Rückkehr aus Deutschland ist möglich. Mit unserem Programm „Perspektive Heimat“ vermitteln wir Rückkehrer und einheimische junge Menschen gezielt in Ausbildung und Jobs oder helfen ihnen bei der Unternehmensgründung. So ermöglichen wir Rückkehrern einen Neuanfang in ihrer Heimat. Denn niemand soll als Verlierer zurückkehren.“